Über mich
Woher ich komme
In meiner Familie löst man Probleme mit den eigenen Händen. Das Prinzip: Was es nicht gibt, wird halt gebaut. Mein Opa entwickelte in der KTM-Frühzeit an den ersten Motorrädern. Mein Vater, Elektromechanikermeister, repariert alles, was mit Strom läuft – und was er privat braucht, dreht, fräst oder lasert er selbst. Mein Bruder entwickelt Software und baut nebenbei Drohnen, Roboterarme oder KI-gestützte Haustierüberwachungssysteme. Von dieser Seite habe ich also das Handwerk und den Tüftlergeist. Geerdet hat mich die andere Seite – meine Mama, meine Omas, meine Südtiroler Wurzeln. Von dort das Handfeste: gutes Essen, Zusammenhalt, Bodenständigkeit, Liebe.
Vom Zeichnen und Malen
Angefangen hat alles als Kind. Mein Cousin Bernhard konnte zeichnen wie kein Zweiter – Comic-Figuren, Graffiti-Schriftzüge, alles. Er zeigte mir die Tricks. Und plötzlich hatten Farbe, Kontrast, Licht und Schatten eine Bedeutung. Ich war infiziert.
Flyer? Her damit!
Ich hatte immer einen Blick für gut gemachte Flyer – und ein Faible, sie zu behalten. Und wenn's zum Shoppen ging, zog es mich im Saturn direkt zu den Albumcovern. Die durchzustöbern war mein Highlight. Design war überall. Ich musste nur hinschauen.
Windows 98
Dann kam der Computer. Zumindest für mich. Mit CorelDraw auf dem Rechner meines Vaters – Schriften, Formen, Muster, Cliparts. Später der MS Picture Editor: freistellen, Hintergründe tauschen, Collagen bauen. Zum ersten Mal konnte ich alles verändern. Das ließ mich nicht mehr los.
Schlagzeug
Seit ich acht bin, sitze ich am Set: Stadtmusikkapelle, Sinfonieorchester, Ensembles oder Bands. Den Takt geben, für Rhythmus sorgen. Schlagzeug hat mir Tempo halten beigebracht, Dynamik, das Gespür fürs Zusammenspiel. Die Vielseitigkeit am Schlagwerk ist ungefähr so groß wie die in der Medienbranche. Als guter Schlagzeuger bist du der pefekte Allrounder und somit überall einsetzbar.
Knipsen und Shooten
Mit zehn schnappte ich mir die Spiegelreflex meines Papas. Der zeigte mir, wie so ein Ding funktioniert. Damals natürlich noch analog. Was mich total flashte: sowas wie Langzeitbelichtung, Doppelbelichtung oder Stop-Motion – meine ersten Schritte in Foto und Bewegtbild.
Werbetechnik von der Pike
In der Werbeagentur Neumeyer meines Firmpatens lernte ich das Handwerk von unten. Vektoren zeichnen, Plotter bedienen, Folien kleben, Textilien bedrucken. Ich war bei der Gestaltung einer ganzen Fahrradflotte involviert. Und begriff: Design kann Emotionen auslösen. Richtig starke.
Sport
Über zehn Jahre Fußball: Teamgeist, Disziplin, Durchhalten. Beim Mountainbiken, Snowboarden und Rollschuhfahren lernte ich immer wieder meine Grenzen kennen. Stürzen, aufstehen, weitermachen. Später kam dann Kitesurfen. Die gewaltige Kraft des Windes und ein Board, das übers Wasser gleitet. Mit einer Bar in der Hand, wo minimale Impulse über maximale Power entscheiden. Bei meinem ersten sauberen Sprung bekomme ich heute noch Gänsehaut.
Handelsakademie
An der HAK Braunau lernte ich wirtschaftlich zu denken und strukturiert zu arbeiten. Im SAP wurde praxisnahe Betriebswirtschaft gelehrt und im Access entstanden erste kleine Programme. Aber mein Herz schlug woanders – für Photoshop. Stundenlang, täglich, oft mitten im Unterricht. Das kostete mich eine Ehrenrunde. Abschluss aber dann mit 2,0 – Der Umweg hat sich gelohnt.
Fachakademie für Medieninformatik & Mediendesign
Nach der Matura zog es mich nach Salzburg an die FAMI. Grafik, Web, Foto, Video, 3D, Motion, Marketing. Endlich alles an einem Ort. Ich lernte, Ideen nicht nur zu denken, sondern sauber umzusetzen – und schloss mit 1,0 ab. Schon nach dem ersten Semester holte mich Alfred Haslinger, der Lehrgangsleiter, in sein Team. Logos, Corporate Designs, internationale Kataloge, eine komplette Tankstellenkette. Da lernte ich Präzision, Verantwortung und was es heißt, wenn Gestaltung keine Spielerei mehr ist, sondern Haltung.
Sie riefen an, ich legte auf
In den Zehnerjahren nahm dann das DJ-Pult viel Zeit ein: zwei Plattenspieler, Mischpult, Kopfhörer, Vinyl. Musik an, Welt aus. Auflegen ist Timing, Gefühl und Atmosphäre – aber auch Haptik und Fingerspitzengefühl. Im Club wurde die manche Nacht zum Tag – mit Reggae, Hip Hop, Funk, House, Techno bis hin zu Drum and Bass. Dieses eher ungewöhnliche musikalische Potpourri machte den Laden voll. Genauso arbeite ich heute: viele Disziplinen lesen, spüren, was passt, und zum stimmigen Ganzen zusammenführen.
Für sich selbst. Und das ständig.
2013 der Sprung in die Selbstständigkeit. Kein Netz, aber eine klare Vision: ehrliche Gestaltung für Menschen, die mehr wollen als 08/15. Seitdem baue ich Marken, Designs und digitale Lösungen, die "SICHTBAR ANDERS" sind. Nicht laut. Sondern stimmig, durchdacht, nachhaltig. Das ist kein Claim, sondern mein Anspruch.
Im Hier und Jetzt
Heute finde ich meinen Ausgleich in der Familie, im Garten, bei handwerklichen Projekten. Ruhe, aus der neue Ideen entstehen. Gestaltung ist für mich omnipresent. Sie ist Alltag. Und genau das steckt in jedem meiner Projekte.